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    iPhone – Klasse

    Fr, 21 Aug 2009 9:16 von Andre Sendowski  

    iPhone

    Das einige US Universitäten ihre Studenten mit iPhones ausstatten oder Seminare mit “iPhone-Pflicht” anbieten, ist inzwischen schon nichts neues mehr, nun startet die Projektschule Goldau in der Schweiz eine eigene “iPhone Klasse”.

    In der 5. Klasse der Projektschule, werden die Kindern alle mit einem iPhone 3G ausgestattet und sollen dadurch den Umgang mit den “Neuen”-Medien nicht nur näher kennenlernen, sondern den kompletten Umgang kontrolliert näher gebracht bekommen.

    So können die Kinder das iPhone 3G nach einer Einführungszeit auch mit nach Hause nehmen und es in ihrer Freizeit nutzen. Dabei geht es nicht um das “Spielpotenzial”, sondern soll es den Kindern eine neues Lern- und Arbeitsumfeld bieten und so einen emanzipierten und kritischen Umgang mit den Informations- und Kommunikationstechnologie näher bringen.

    Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegte wird von Swisscom unterstützt, so dass der Schule, den Eltern und den Kindern keine Kosten entstehen.

    Warum ein solches Projekt?
    Die technische Entwicklung hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass Informations- und
    Kommunikationstechnologie allgegenwärtig geworden ist. Dies äussert sich unter anderem darin, dass im
    Jahr 2008 in Deutschland 66% der 10-11-Jährigen ein eigenes Mobiltelefon besitzen. Bei 12-13-Jährigen
    beträgt der Anteil bereits 86%. Persönliche Informations- und Kommunikationstechnologie ist also bereits
    heute unter Kindern verbreitet und wird weiter zunehmen.

    Bisher wird diese Entwicklung von der Schule selten genutzt oder medienpädagogisch begleitet. Oft
    werden die Geräte in der Schule einfach verboten. Damit ignoriert die Schule einerseits die didaktischen
    Potenziale, die sich ergeben, wenn alle Kinder täglich einen Fotoapparat, ein Sprachlabor, ein mehr-
    bändiges Lexikon, eine Weltkarte, ein Diktiergerät und vieles mehr in der Hosentasche haben. Anderer-
    seits verpasst die Schule aber auch die Möglichkeit, Fragen von Sucht und Missbrauch an praktischen
    Beispielen zu thematisieren und eine sinnvolle, kritisch emanzipierte Nutzung aufzuzeigen und einzuüben.

    Das iPhone-Projekt an der Projektschule Goldau will hier ein Gegengewicht setzen und begleitet von der
    PHZ Schwyz Erfahrungen zum Einsatz von persönlichen Smartphones in der Primarschule sammeln. Die
    Erkenntnisse aus diesem im deutschsprachigen Raum bisher einmaligen Pilotprojekt sollen veröffentlicht
    werden und so die Diskussion zum sinnvollen und verantwortungsvollen Einsatz von ICT in der Schule
    weiter tragen.

    Weitere Informationen
    Auf der Website der Projektschule (http://www.projektschule-goldau.ch) finden sich weitere
    Hintergrundinformationen sowie laufende Berichte zum iPhone-Projekt.

    Danke Christian

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    Tags:
    Andre Sendowski, Chefredakteur
    21.August 2009
    iPhone

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