iPhone 3G und “Added SIM Devices”
Das iPhone 3G ist ein Objekt der Begierde geworden. Viele gehen Wege es vom Net-Lock zu befreien ohne zu wissen das sie sich damit eventuell Strafbar machen.
Warum das ganze? Nun das liegt daran wie diese SIM Karten (Turbo SIM, YESSIM etc.) ihren Dienst im iPhone verrichten.
Zuerst muss man allerdings verstehen wie das Netzwerk das uns die Telefondienste bereitstellt funktioniert, bzw. wie wir uns dort einloggen nachdem wir unsere PIN eingegeben haben. Wer aber an dieser Stelle eine genaue fachliche Erklärung erwartet sollte besser woanders nachlesen.
Es sind in einem Mobiltelefon zwei sehr wichtige Nummern hinterlegt. Zum einen die IMEI, zum anderen die IMSI.
Die IMEI dient dazu jedes Endgerät eindeutig zu identifizieren.
Die IMSI dient wiederum der eindeutigen Identifizierung eines jeden Netzteilnehmers und ist auf der jeweiligen SIM Karte gespeichert. Während sich die IMEI fest im Gerät befindet. Beide Nummern sind EINMALIG.
Bevor ich jetzt das Problem schildere welches entsteht im zusammenspiel von SIM und *SIM erkläre ich noch kurz die IMSI.
Diese Nummer setzt sich aus dem Mobile Country Code (MCC / 3 Zeichen) sowie dem Mobile Network Code (MCN / 2-3 Zeichen) sowie dem MSIN oder Mobile Subscriber Identification Number MSIN welche aus maximal 10 Zeichen besteht.
Diese Nummern werden immer dann weitergegeben wenn ein Teilnehmer sich in sein Netzwerk einbuchen möchte, der Fachman spricht hier von einem Handover oder Handshake. In diesem Vorgang wird dem Netzwerk die IMEI sowie die IMSI gesendet. Die Daten werden dann vom System überprüft und der Teilnehmer in eine von drei Listen eingeordnet die Festlegen ob er Telefonieren, angerufen oder gar nichts darf.
Und genau in diese Bresche springen die sogenannten “Added SIM devices”.
Um das Baseband eines iPhones nutzen zu können senden diese dem Gerät sobald es die IMSI verlangt die MCC 001 sowie die MNC 01 und versetzen so das Baseband in den Testmodus. Das iPhone 2G hat hier dann noch mal ein zweites mal nach der Nummer gefragt um diese dann an den Netzbetreiber zu übermitteln und das Gerät einzubuchen. Hier kam dann auch die Stärke der Added SIMs zum tragen die Blitzschnell über den Chip schalten konnten welche IMSI wann benötigt wird.
Das iPhone 3G hingegen fragt nur einmal und puffert diese Nummer dann einfach. Kommt es also zum Handover wird schlichtweg die falsche Nummer an den Provider übergeben. Die IMSI die das iPhone 3G dann weitergibt kann das Netzwerk nicht verarbeiten und geht erstmal von einem Roaming Kandidaten aus. Zum anderen wird das Handover immer wieder und wieder von der Unit gesendet und führt so zu einem Overhead traffic, denn das Netz kann ja nichts mit der IMSI anfangen. Hier kommt es nun zu einer Kettenreaktion, das Netz such nach großen Veranstaltungen in der Nähe bzw. sieht in einer Datenbank nach. Staumeldungen etc. werden abgefragt. Und die nebenliegenden Zellen verstärken die Sendeleistung automatisch.
Zum anderen verschleiert man noch seine Identität und macht sich damit auch nach geltendem Recht strafbar. Ob bisher ein Mobilfunkbetreiber ernst gemacht hat und eine Strafanzeige gestellt hat ist mir nicht bekannt.
Wenn man sich diese Dinge nun mal betrachtet, ist es dann verwunderlich das ein Netzbetreiber eine IMEI abstellt bzw. auf die schwarze Liste setzt?
Und da viele Betreiber Global Player sind kann man davon ausgehen das eine solche IMEI sich auf vielen Blacklists wieder finden lässt.
Ich möchte damit keinesfalls vom kauf eines iPhones abraten. Sondern nur darauf hinweisen sich kurz hinzusetzen und darüber nachzudenken ob es besser ein freies Gerät sein soll.
Besser ist es in den Ländern zu kaufen wo es das Gerät ohne SIM oder Net Lock zu kaufen gibt.
Es handelt sich natürlich um einen höheren Betrag aber der Ärger der einem erspart bleibt ist denke ich mehr Wert.
Mit dem so gesperrten iPhone kann man nur zwei Dinge machen. LogicBoard tauschen gegen eines das frei ist. Oder aber es bei eBay zu verkaufen.
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24.Oktober 2008
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Fr, 24 Okt 2008 16:15 von Alexander Krebs
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